Unser Gemeindehaus

In unserem Gemeindehaus an der Kirchstraße 54 sind all die Kinder-, Jugend- und Erwachsenengruppen, -kreise und -treffs der Kirchengemeinde, die werktags zusammen kommen, seit dem Herbst 1989 zu Hause. Verschiedene Gemeinderäume – und erst viel später das jetzige Gemeindehaus – waren und wurden in unserer Kirchengemeinde in dem Maße erforderlich oder notwendig, wie sich die „kirchliche Vereinsarbeit“ bei uns entwickelt hat.


Da war zuerst der 1908 in den Chor der Michaelskirche eingebaute Saal, in dem bis zu 70 Personen unterkommen konnten. Hier probte z. B. der Kirchenchor, hier fanden Bibelstunden statt, und hier stand die Wiege unserer Jugendarbeit. Bereits in den 20-er Jahren wurde es „im Säle“ zu eng. Bis 1964 das Jugendheim an der Ecke Obere Straße/Badgasse – im ehemaligen Pfarrgarten – bezogen werden konnte, waren immer wieder bestimmte Gruppen ausgelagert – in privaten Räumen, in der Kelter und auch im Rathaus.

Im neuen Jugendheim konnte die Jugendarbeit so richtig aufblühen. Ein räumlicher Engpass entstand aber bald dadurch, dass 1967 der Saal aus der Kirche heraus saniert wurde. Oft hatten die Jugendgruppen ihr Programm noch nicht beendet, als auf 20 Uhr Erwachsene Einlass begehrten. „Werft die frühen Mütter raus!“ forderten damals z. B. die Jungscharler. Wieder wurden Ersatzräume benötigt wie das alte Schulhaus und auch der Chor der Kirche, der provisorisch vom Schiff abgetrennt werden konnte.

Beim Um- bzw. Neubau des Pfarrhauses anfangs der 80-er Jahre konnte dort im Untergeschoss ein Raum gewonnen werden. Hier konnten nun Sitzungen und die Bibelstunde stattfinden, auch die drei Frauenkreise, der Bastelkreis und nicht zuletzt die Kinder- und Jugendbücherei konnten hier unterkommen. Posaunenchor und Kirchenchor probten ab 1970 im Chor der Kirche bei herrlicher Akustik – aber: Gemütlich oder gar zu warm war es hier nur im Hochsommer.


Alle Gruppen und Kreise unserer Kirchengemeinde waren froh, als endlich im Jahr 1989 an der oberen Kirchstraße – gegenüber des Friedhofs und in direkter Nachbarschaft zu unserem Kindergarten und zum katholischen Gemeindezentrum – „das“, unser Gemeindehaus bezogen werden konnte. Bereits bei der Planung wurde größter Wert auf die Funktionalität der Räume und eine schlichte Bauweise gelegt, „ohne jeden Schnickschnack“. Dennoch sollte das Haus einladend sein und Wärme ausstrahlen: Die Gemeinde soll sich darin wohl fühlen.

Entstanden ist ein Haus mit sehr interessanter Dachlandschaft. So sind im Obergeschoss schon von außen die Höhen und Größen der verschiedenen Räume für die Erwachsenenarbeit abzulesen. Das Untergeschoss mit separatem Eingang birgt die Räume für die Jugendarbeit.


Das Gemeindehaus entstand damals an der Nahtstelle vom alten Ortsrand zur neuen Besiedelung, auf der früheren Ackerflur „Hinter dem Berg“. Dekan Dieter Eisenhardt wünschte anlässlich der Einweihung, dass wir mit unserem Christsein nicht hinter dem Berg halten und das neue Haus zu einem Lebenszeichen für das ganze Dorf werde.


Reinhold Bauer, 27. März 2009


(Weitere Informationen können der „Festschrift zur Einweihung des Gemeindehauses am 24. September 1989“ entnommen werden.)

Hinweis: Anlässlich kirchlicher Feiern (Taufe, Konfirmation, Beerdigung -  keine Trauungen) können Räume im Gemeindehaus gemietet werden. Mitarbeiter der Kirchengemeinde können das Haus auch aus anderen Anlässen mieten.